Willkommen bei der Interessengemeinschaft Warendorf-Süd e.V. (IWS)
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Premiere im Stadtrat von Münster: Erstmals haben sich Rathaus-Koalition und CDU auf eine gemeinsame Position zum geplanten Ausbau der B51 verständigt. Gemeinsam appellieren sie in einem Ratsantrag an Bund und Land, die vorgelegte Planung zur B51 in MS-Handorf in wesentlichen Punkten zu überarbeiten.
Im Ratsbeschluss ist unter Punkt 2. aufgeführt:
Der Rat betrachtet die bisher von Straßen.NRW vorgelegten Planungen zum Ausbau der B 51 auf Münsteraner Stadtgebiet als in Teilen überdimensioniert. Der Rat beauftragt deshalb die Verwaltung, gegenüber den zuständigen Stellen des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes sowie gegenüber Straßen.NRW auf eine Überarbeitung der bisher vorgelegten Planungen zum Ausbau der B51 hinzuwirken.
Aus den Stellungnahmen der Parteivertreter:
„Unser Ziel ist eine ortsverträglichere Lösung, die Handorf entlastet und Anwohner-, Umwelt-, Landwirtschafts- und Verkehrsinteressen besser zusammenführt.“ (Stefan Weber, CDU)
„Eine sehr breite demokratische Mehrheit in Münster will kein überdimensioniertes Autobahnkreuz vor den Toren von Handorf. Niemand kann sich in Zeiten von Überhitzung und Artensterben vorstellen, für die B51 eine komplette Baumallee zu fällen und wertvolle Natur- und Ackerflächen zuzubetonieren. Angesichts sinkender Verkehrszahlen entlang der Strecke und eines milliardenschweren Investitionsstaus bei anderen Verkehrsprojekten ist eine Verkleinerung des geplanten Ausbaus dringend geboten.“ (Andrea Blome, Grüne)
„Es ist gut, dass wir als Stadtrat ein klares Signal nach Düsseldorf und Berlin senden: Münster ist gegen die vorgeschlagene Art des Ausbaus der B51. Wer die Interessen der Menschen vor Ort ernstnimmt, kann weder Stillstand noch großflächige Naturzerstörung wollen. Wir setzen darauf, dass nach diesem deutlichen Statement die Pläne überarbeitet werden.“ (Stephan Brinktrine, SPD)
„Die veränderten Pläne müssen endlich die Realitäten vor Ort anerkennen. Wir brauchen eine Stärkung der umweltfreundlichen Alternativen zur Straße: Eine leistungsfähige Bahnstrecke entlang der Straße, gute Busverbindungen sowie mehr Platz und bessere Bedingungen für den Radverkehr in Münsters Osten. Der Schutz vor Lärm und der Schutz vor Versiegelung müssen bei den längst überfälligen Umplanungen jetzt Priorität haben.“ (Maren Berkenheide, Volt).
Liebe Mitglieder und Interessierte: Es ist an der Zeit, dass dem Willen der Menschen entlang der B51/B64 endlich Gehör geschenkt wird. Die Verantwortlichen im Bund und im Land dürfen nicht rücksichtslos gegen den Bürgerwillen veraltete und inakzeptable Planungen weiterverfolgen.
Isabel Heseker
ist nach langer Krankheit, gleichwohl überraschend, am 18. April 2026 von uns gegangen.
Wir sind ihr sehr dankbar,
Ihrer Familie wünschen wir in dieser schweren Zeit viel Kraft und Zuversicht,
Die Trauerfeier findet am Donnerstag, den 30. April 2026, um 12:00 Uhr
Der Vorstand der IWS
Verwendungszweck: „ZUW70004 - Isabel Heseker“.
In Berlin hat die CDU es mit ihren Vertretern aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf vor Jahren aber erfolgreich geschafft, dass die B64n in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden ist. Damals gab es kein ‚Wenn’ oder ‚Aber’, man hat mit Volldampf ein Ziel verfolgt. Blöd nur, dass genau dieses Ziel von den Städten und Gemeinde abgelehnt wurde und wird.
Jüngstes Beispiel: die Bürgerbefragung und der daraus resultierende Ratsbeschluss in Herzebrock-Clarholz. Tausende Menschen und zahlreiche Unternehmen, die sich eindeutig gegen diese Planung aussprechen. Von Münster bis nach Rheda! Aber anstatt sich jetzt mit aller Macht gegen den Bau der B64n zu stemmen, so wie es der Rat in Herzebrock-Clarholz vorgemacht hat, versteckt sich Ralph Brinkhaus lieber hinter dem Scheitern der Grünen auf Bundesebene: Schaffen es die Grünen nicht, dann schafft die CDU es erst recht nicht.
Kompetenz und Veränderungswille sehen anders aus. Insgesamt stellt sich aber die folgende Frage: Reicht die ablehnende Haltung einer ganzen Region nicht aus, um die B64n aus dem Bundesverkehrswegeplan zu bekommen? Ist dieses das heutige Verständnis von Demokratie, wenn der Wille der Bevölkerung völlig ignoriert wird? Oder will man einfach nicht, weil man andere Interessen verfolgt?
Ich würde mir wünschen, wenn sich endlich wieder Politiker für Land und Bund finden, die auch Volkes Wille vertreten und nicht nur persönliche Ziele verfolgen. Politiker, die auch bei solch wichtigen Themen wie der B64n alles dafür tun, diesen Wahnsinn nicht Wahrheit werden zu lassen. Politiker, die dafür einstehen, wofür sie gewählt wurden. Politiker, die einfach mal machen anstatt schon vorher aufzugeben!
Vielleicht machen ja die Bürgermeister den Auftakt und zeigen klare Kante gegen die B64n. Gemeinsam, egal mit welchem Parteibuch in der Hand, zum Wohle aller. Und vielleicht ist die CDU ja doch fähiger und besser als die Grünen, Herr Brinkhaus!
Verkehrspolitik mit Martin Metz
2. Aktueller Stand zu den Planungen B64n -
Unsere größten Erwartungen wurden übertroffen. Bei einer hohen Wahlbeteiligung von 57 % (8.158 gültige Stimmen!) lehnten 70 % der Wähler den Bau der B64n ab.
Ein überragendes Votum gegen die B64n.

Die Gemeinschaft G 4 der Bürgerinitiativen gegen die B 64n-Planungen stellt hierzu fest:
„Obwohl es massiven Widerstand aus Bevölkerung, der Landwirtschaft und des Handwerks bzw. der Industrie gibt, sind die Planungen der B 64n im Hintergrund immer weitergelaufen. Jetzt wird erst das Planfeststellungsverfahren für Herzebrock-Clarholz beginnen, und kurz danach soll es auch für Warendorf eingeleitet werden.
Die Gemeinschaft G 4 der Bürgerinitiativen: Das ist eine politische Macht-demonstration aller Kritik zum Trotz komplett an den Bürgern, den Fakten und der Vernunft vorbei.
Die Fakten sind: Das Verkehrsaufkommen auf der B 64 ist seit Jahrzehnten nachweislich deutlich rückläufig. Die geplanten Kosten haben sich mittlerweile fast verdreifacht. Die geplante Dimension der B 64n wird von sämtlichen Stadt- und Gemeinderäten von Münster bis Beelen abgelehnt. Der immense Flächenverbrauch schwächt die für die Region wichtige Landwirtschaft auf existenzgefährdende Weise.
All das scheint selbst in Zeiten leerer Haushaltkassen keine Rolle zu spielen, wenn der politische Kopf durch die Wand will. Verkehrsminister Wissing (FDP), der mit seinem Resort jedes Klimaschutzziel verfehlt, ignoriert bei seinem politischen Druck aus Berlin die Fakten und den Willen der Bevölkerung vor Ort. Und Ministerpräsident Wüst (CDU) schreitet wider besseren Wissens nicht ein. Die Bürgerinitiativen fragen sich: Was sind die Lippenbekenntnisse der CDU-Landespolitiker Daniel Hagemeier und Raphael Tigges wert, wenn sie sagen, dass sie gegen die vorgesehene Dimensionierung der B 64n-Planungen seien, aber die Planungen in Düsseldorf als Regierungspartei ohne Widerspruch laufen lassen?
Diese Ignoranz gegenüber dem Bürgerwillen und den Beschlüssen gewählter Stadträte ist Wasser auf die Mühlen extremer bzw. extremistischer Parteien.
Das Planfeststellungsverfahren in Herzebrock-Clarholz ist nur der erste Dominostein, der fallen soll. Das Projekt B 64n heißt offiziell „Projekt 4zu1“. Als nächstes werden Warendorf, Beelen und Telgte folgen.
Die Bürgerinitiativen der G 4 werden wie bisher die Finger schonungslos in die Wunden legen und die Sinnlosigkeit der B 64n-Planungen aufzeigen und den Widerstand erhöhen. Wenn es jemals Gründe für die B 64n-Planungen gab, so sind diese bis zum heutigen Tage alle hinfällig geworden.
In der Vergangenheit haben sich zahlreiche Kommunal-, Landes- und Bundes-politiker fast aller politischer Parteien gegen die überdimensionierte B 64n-Planung ausgesprochen. Von Bernhard Daldrup (SPD) über Daniel Hagemeier, Raphael Tigges und Henning Rehbaum (alle CDU) bis Hedwig Tarner und Wiebke Brehms (beide Bündnis 90/Die Grünen) werden wir alle beim Wort nehmen, sich nicht nur in Wahlkampfzeiten an die Seite der Bürgerinitiativen und Bürger zu stellen. Statt Versprechungen und Worthülsen geht es nun um Taten.
Die G 4 weist darauf hin: Wer die B 64n in der geplanten Dimension ablehnt, muss jetzt aufstehen. Denn wer nichts unternimmt, unterstützt dadurch die überdimensionierten autobahnähnlichen Planungen.
Alle müssen Schulter an Schulter unsere Münsterländer Park- und Kulturlandschaft für zukünftigen Generationen erhalten und müssen unsere (Land-)Wirtschaft stärken. Es ist Zeit aufzustehen für intelligente Lösungen – und nicht für Ideen aus dem letzten Jahrtausend.“



