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Unbeschrankte Bahnübergänge - extrem gefährlich Als Reaktion auf den WN-Artikel vom 17.11. "Auto prallt gegen Zug" schreibt Ralf Grawe, Breite Str. 60, 48231 Warendorf folgenden Leserbrief: Der Artikel vom Donnerstag berichtet vom vierten folgenschweren Zusammenprall diesen Jahres zwischen einem PKW und der Regionalbahn RB 67 der NordWestBahn auf der Strecke zwischen Münster und Rheda-Wiedenbrück, auch als "Westfalentöter" bekannt. Der Kreissprecher Norbert Kampelmann behauptet laut WN-Artikel, dass man "bei der Beseitigung der zahlreichen unbeschrankten Bahnübergänge auf einem guten Weg" sei . Dies entspricht allerdings nicht den Tatsachen. Auch Herrn Kampelmanns Aussage, dass es zwischen Warendorf und Telgte 45 unbeschrankte Bahnübergänge gebe, ist falsch. Ebenfalls falsch ist die Behauptung, dass die Beseitigung an den langwierigen Verfahren und teuren Umbaumaßnahmen scheitere. Obwohl seit Mitte der 1980er Jahre immer mal wieder hier und da nachgebessert wurde, ist nach der Fertigstellung im Jahre 1886 an der Bahnstrecke nichts Entscheidendes passiert. Und das lässt sich mit Superlativen belegen. Die Strecke ist die gefährlichste, unsicherste, langsamste, lauteste und merkwürdigste Bahnstrecke Deutschlands. Der aktuelle Zustand der Bahnstrecke entspricht im Besonderen zwischen Warendorf und Münster nicht im Entferntesten den heutigen Anforderungen. 65 unbeschrankte bzw. technisch nicht gesicherte Bahnübergänge (alleine zwischen Warendorf und Telgte 39 Stück) mit der höchsten Unfalldichte Deutschlands mit zahlreichen Toten und Schwerverletzten. Miserable Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp oberhalb von 40 km/h für eine fast schnurgerade Bahnstrecke. Extreme Schallemissionsbelastungen durch das (mindestens zweimalige) vorgeschriebene lang gezogene Hupen/Pfeifen jeder Bahn an jedem ungesicherten Bahnübergang. Überalterte Ampeltechniken, die vor allem in Münster an Schilda erinnern. Das i-Tüpfelchen setzt der Strecke schließlich der „Girlandenschwenker“ von Beelen an der Clarholzer Strasse auf. Dort übernehmen seit fast zwei Jahren zwei Bahnbedienstete den Job der nicht willigen Bahnschranken/Ampelanlagen. Dies dürfte auch einmalig in Deutschland sein. Auf jeden Fall noch ein schildbürgerliches Schauspiel, das es wert ist, gesehen zu werden. Wer ist eigentlich für diese Superlative verantwortlich? Die DB Netz AG sagt in dem WDR – Bericht (Lokalzeit Münsterland vom 16.08.11), dass die Finanzierung nicht das Problem wäre, sondern die Anwohner. Fragt man sie wie z. B. Familie Scholz an der Clarholzer Straße in Beelen, entdeckt man schnell, dass dies nicht der Wahrheit entspricht. Sie würden kooperieren bzw. Verbesserungen begrüßen, wenn sie denn überhaupt erst einmal von offizieller Seite gefragt würden. Wäre dies geschehen, hätte auch der letzte Unfall vermieden werden können, da er an der besagten Stelle an der Clarholzer Straße passierte. Also, wer steht hier eigentlich "extrem geduldig und unbekümmert auf der Bremse" und warum? |
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