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Zahlreiche Landwirte aus der Region
machten ihrem Unmut gegen den geplanten Neubau der B 64 Luft und demonstrierten
auf dem Warendorfer Marktplatz. Der Kundgebung vorangegangen war eine
"Sternfahrt" der Landwirte aus westlicher, südlicher und östlicher
Richtung.
Landwirte sagen „Nein zur B 64n“
Warendorf (abi). „Wenn die Straße wird gebaut, ist die
Umwelt ganz versaut.“ Zahlreiche Landwirte protestierten am Samstagnachmittag
auf dem historischen Marktplatz gegen die geplante B 64n. Ihre Traktoren hatten
sie mit Spruchbändern versehen. Vor sieben Jahren standen sie schon einmal an
gleicher Stelle, um gegen den Neubau der Bundesstraße zu demonstrieren.
Ganz 59 Traktoren hatten die Landwirte in Warendorfs guter
Stube geparkt. Überall standen große Schilder, die nur eines forderten:
„Nein zur B 64n!“
Der Bau der Fernstraße zwischen Münster und
Rheda-Wiedenbrück würde eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität
in der betroffenen Region bedeuten, befürchten die Bauern. „Der Lärm und die
Zerstörung der Vegetation haben nicht nur Auswirkungen auf die heimische Bevölkerung,
auch Touristen werden fernbleiben“, mahnte Hermann-Josef Schulze Zumloh
(Warendorfer), dessen Hof zu großen Teilen der Baumaßnahme zum Opfer fallen würde.
Die Nutzflächen der Bauern würden durch den Straßenbau
regelrecht durchschnitten, große Flächen gingen sogar völlig verloren,
beklagen die Landwirte. Die Demonstranten fühlen sich in ihrer Existenz bedroht
und befürchten einen wirtschaftlichen Totalschaden. „Wir verlieren alleine in
unserem Ort rund 80 Hektar Nutzfläche“, so Gottfried Pavenstädt, Landwirt
aus Herzebrock-Clarholz.
Das höhere Verkehrsaufkommen durch den Neubau der Fernstraße
machte am Samstag vor allem den Kindern Sorgen. „Es gibt jetzt schon so viele
Unfälle, das wird bestimmt noch schlimmer“, glaubt die zehnjährige Julia
Bartels. Und auch der sechsjährige Niklas und der achtjährige Patrick
Brinkmann sorgten sich um die Zukunft ihres Hofes: „Unser Land wird dann
einfach immer kleiner.“
Am Ende der Protestveranstaltung versprach Moderator Dr.
Alfons Heseker dem Warendorfer Bürgermeister Theo Dickgreber: „Wir waren vor
sieben Jahren schon einmal hier – und wir kommen wieder. Nehmen Sie uns
ernst.“
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Am Mikrofon:
Alfred Hundsrucker von der Bürgerinitiave Naturfreunde Beelen Nord e.V.,
umgeben von zahlreichen Kindern. Die müssen nämlich letztendlich "die
Zeche bezahlen". Die augenblickliche Linienführung läuft auf eine "Überplanung" des Hofes Hundsrucker hinaus.
(Fotos: Maria Wöstmann)