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Glocke 09-04-2014

 

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Umweltverbände fordern Bahnstreckenausbau

Mit dem Zug schneller als mit dem Auto

"Es ist unstrittig, dass die B 64 entlastet werden muss - doch der richtige Weg ist nicht der Bau neuer Straßen, sondern der Ausbau der Bahn auf einen zeitgemäßen Standard". Die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU) und die Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (GNU) im Kreis Gütersloh fordern von der Politik einen zügigeren Ausbau der Bahnstrecke des "Warendorfers" mit dem Ziel, die Fahrzeit zwischen Münster und Bielefeld  um 20 Minuten zu verkürzen.

Damit können viele neue Fahrgäste gewonnen werden“, ist LNU-Sprecherin Marion Ernsting sicher: "Die Strecke wäre endlich konkurrenzfähig gegenüber der parallel verlaufenden Bundesstraße B 51/64."

Bisher ist die Strecke wegen der vielen Bahnübergänge zum überwiegenden Teil nur für eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde ausgelegt. Lediglich zwischen Warendorf und Beelen dürfen die Züge dank der bereinigten und gesicherten Struktur der Bahnübergänge mit bis zu Tempo 100 fahren. Die Fahrt zwischen Bielefeld und Münster dauert daher etwa 90 Minuten. Wenn die Bahnlinie jedoch  auf drei Streckenteilen mit einer Gesamtlänge von knapp 31 Kilometern ausgebaut würde, verringerte sich die Fahrzeit auf 70 Minuten, sagt Ernsting. "Die Strecke würde zur schnellsten Verbindung zwischen Bielefeld und Münster", hat Verkehrsingenieur Stephan Schröder für die GNU berechnet.  Mit dem Auto dauert die Fahrt mindestens 80 Minuten – bei freier Strecke.

 

LNU und GNU schlagen den Ausbau der Streckenteile zwischen Herzebrock und Beelen sowie Warendorf und Telgte (22 km) auf 100 km/h vor. Ein Teilstück zwischen Telgte und Münster (9 km) sollte auf 80 km/h durch Aufhebung der zahlreichen Bahnübergänge oder Sicherung mit Schrankenanlagen ausgebaut werden. Sicherheit und Lärmschutz - derzeit müssen die Züge an fast jedem Bahnübergang pfeifen -  würden ebenfalls verbessert. Hier zu investieren ist für die Verbände sinnvoller als in den B 64-Ausbau. Durch die verkürzte Fahrzeit würde anstelle der Zugkreuzungen in Beelen und Telgte eine einzige in Warendorf treten, was eine höhere Fahrplansicherheit schaffe, heißt es in der Presseerklärung. Profitieren würde auch das Bahnunternehmen (derzeit die Eurobahn), das einen Zug im Umlauf einsparen könnte.

Hintergrund 

Bei einem "Glocke"-Besuch in Oelde im September hatte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) bezüglich der parallel zur B 64 verlaufenden Bahnlinie gesagt: "Diese Bahn muss funktionstüchtiger werden." Deshalb wollen ihm die Umweltverbände ihren Vorschlag zum Streckenausbau übersenden. Groschek war Mitglied der Bundeskommission "Zukunft der Verkehrsinfrastruktur", die erklärt hat: "Es macht keinen Sinn, nur mehr Mittel in die Infrastruktur zu investieren, ohne damit eine verkehrspolitische Konzeption zu verbinden, die sich an Nachhaltigkeit orientiert."

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Stand: 19. September 2013